top of page

Gut durch die Pubertät

Pubertät ist ein Vorgang der körperlichen aber auch der sexuellen Reifung des menschlichen Körpers. Beginnend mit einer hormonellen Umstellung, wo unter anderem die Nebenniere und auch das Hormon Leptin mit verantwortlich ist, zunächst einmal im Gehirn. Der Hypothalamus - die Chef-Zentrale - bekommt den Impuls GnRH (Gonadotropin Releasing Hormon) auszuschütten, diese regt die Hypophyse, den Abteilungsleiter an, LH und FSH zu produzieren. Folglich fangen die Keimdrüsen mit ihrer Arbeit an, bei weiblichen Individuen sind dies die Eierstöcke die Östrogen produzieren. Daraufhin bilden sich die sekundären Geschlechtsmerkmale, die Brust fängt an zu wachsen, es kommt zu einem Wachstumsschub, Vagina und Uterus reifen, die Intimbehaarung fängt an zu sprießen, es kann zu Akne und einer tieferen Stimme kommen, die erste Periode kommt.



So ungefähr der zeitliche Ablauf. Der mittlere Beginn liegt bei Mädchen bei ca 11 Jahren, bei Jungs bei 12, die erste Periode kommt im Schnitt mit 13 Jahren, die Geschlechtsreife ist bei jungen Frauen mit ca 14 erreicht. Letzte Veränderung sind bis Anfang 20 zu bemerken. Viele interessiert, ob es Anzeichen gibt, wann die erste Blutung kommt. Dazu habe ich einen Beitrag auf Instagram verfasst.

Vorboten sind:

  • Brustwachstum

  • Intimbehaarung

  • Weiß Fluss





Tipps für eine entspannte Pubertät


  1. Akzeptanz Dein Kind wird nun erwachsen, lass dies zu und Gib ihm den Raum, den es jetzt benötigt

  2. Abgrenzung zu lassen, Privatsphäre schaffen Dies ist ein wichtiger Prozess!! Zudem auch Privatsphäre gehört. Dein Kind entdeckt nun vieles neu, teilweise ohne dich - auch seine Sexualität. Ermögliche ihm seine Privatsphäre zu wahren.

  3. Nimm dein Kind ernst und unterstütze es Zeige deinem Kind, dass du seine Veränderung annimmst und dies ein völlig normaler Prozess ist. Dein Kind ändert und entwickelt nun seine eigene Persönlichkeit noch stärker als zuvor. Unterstütze es dabei.

  4. Zeige Verständnis Mehr denn je braucht dein Kind einen sicheren Hafen, wo es immer wieder zurückkehren kann. Biete ihm halt und Schutz. Rebellion ist normal und gehört zum Abnabelungsprozeß, oft birgt sich aber dahinter das Bedürfnis nach Verständnis. Freiraum mit offenen Türen ist nun die Devise.

  5. Grenzen sind manchmal wichtig Grenzen müssen eingehalten werden, die eigenen, die des Kindes, aber auch soziale. Dafür Bedarf es fester, beständiger Regeln. Verstöße dagegen müssen besprochen werden. Auch wenn es immer wieder zu wutausbruchen, Provokationen kommt. Oft steckt mehr dahinter, ein ungehört es Bedürfnis. Schaue dann genauer hin. Kritik kann teilweise nicht nicht konstruktiv umgesetzt werden, da das Frontalhirn noch nicht vollständig ausgereift ist. Argumentiere sachlich und verwende ich Botschaften, sei nicht anklagend.

  6. Verantwortung abgeben Kinder müssen lernen Verantwortung für sich zu übernehmen, Bevormundung ist hier fehl am Platz. Zudem müssen bestimmte Fehler selbst gemacht werden. Lass dein Kind eigene Entscheidungen treffen, wenn Rat erforderlich ist und es danach fragt, darfst du damit offen sein.

  7. Stärke dein Kind Gib deinem Kind das Gefühl, dass so wie es ist, genau richtig ist. Stärke das Selbstbild und das Selbstbewusstsein. Genau so wie dein Kind ist, ist es richtig, auch, wenn es vielleicht nicht der Norm entspricht. Weil, was ist schon die Norm, wer legt das fest?

  8. Hinterfrage Vorbilder Unsere Kinder wachsen in einer anderen Zeit als wir auf. Überall im Internet finden sie sogenannte Schönheitsideale, die teilweise nicht echt sind. Rede mit deinem Kind darüber, interessiere dich für seine Interessen und tausche dich aus. Erkläre ihm, dass das Internet nicht das wahre Leben ist, sondern durch Filter beschönigt wird. Achte darauf, ob es durch solche Vorbilder frustriert wird oder gar komplexe Störungen wie zum Beispiel eine Essstörung daraus resultieren können.

  9. Über Intimes sprechen Fange früh an mit deinem Kind über Sexualität zu sprechen, kläre es auf, erzähle von der Periode, nicht erst wenn sie kommt. Bereitet euch auf die erste Periode vor. Sprecht über Sexualität, was sich ändert, was es für schöne Gefühle gibt, aber auch, dass diese verletzlich sind. Sprecht über Verhütung. Und das zur Liebe Leid dazu gehören kann. Sage ihm und bestärke es darin, dass ein nein ein nein ist. Immer! Und aus einem ja ein nein werden kann, wenn sich etwas komisch anfühlt. Bestärke es darin Dinge, die sich nicht gut anfühlen nicht machen sollte. Rede offen darüber und zeige deinem Kind, dass alle Türen immer offen stehen.

  10. Nimm dir selbst eine Auszeit Sollte es mal laut werden, dir Diskussionen zu Kopf steigen, du selbst keine Antwort parat haben, nimm dich raus, atme tief durch, dies haben wir im Geburtsvorbereitungskurs genau hierfür gelernt  und sage deinem Kind, du musst darüber nachdenken und kannst jetzt keine Antwort präsentieren und benötigst Bedenkzeit. 

7 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Zyklusstörungen

Comments


bottom of page